Die Eurofins Labore für Lebens- und Futtermittelanalytik bieten Ihnen ein umfassendes Spektrum mikrobiologischer Prüfdienstleistungen, mit denen Sie Lebensmittelsicherheit wahren, gesetzliche Anforderungen erfüllen und die Qualität Ihrer Produkte sicherstellen können.
Campylobacter zählt zu den häufigsten Erregern lebensmittelbedingter Erkrankungen – insbesondere im Zusammenhang mit rohem Geflügel, nicht pasteurisierter Milch und kontaminiertem Wasser.
Campylobacter ist einer der häufigsten Erreger lebensmittelbedingter Erkrankungen. So ist Campylobacteriose ist die am häufigsten gemeldete lebensmittelbedingte Infektion in der EU – allein 2019 wurden über 220.000 Fälle bestätigt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) schätzt jedoch, dass die tatsächliche Zahl der jährlichen Erkrankungen bei über 9 Millionen liegen könnte. Rund 30 % der Fälle erfordern eine Hospitalisierung, in schweren Verläufen sind auch lebensbedrohliche Folgen möglich.
Rohes Geflügel gilt als wichtigste Quelle für Campylobacter, da der Erreger häufig den Darm gesunder Tiere besiedelt. EU-Daten zeigen:
Bemerkenswert: Obwohl nur etwa 0,6 % der Rohmilchproben positiv getestet werden, sind rund 25 % aller größeren, campylobacterbedingten lebensmittelbedingten Ausbrüche auf den Konsum von Rohmilch zurückzuführen.
Abgestimmt auf Lebensmittel, Futtermittel sowie Umwelt‑ und Abstrichproben unterschiedlicher Produkte bieten wir ein breites Spektrum an Campylobacter‑Analysen an, darunter:
Cronobacter ist ein seltener, aber schwerwiegender Krankheitserreger, der insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich ist.
Cronobacter, – früher Enterobacter – ist ein gramnegatives, nicht sporenbildendes Bakterium aus der Familie der Enterobacteriaceae. Zu dieser Gattung gehören mehrere Arten, die alle schwere Infektionen verursachen können, insbesondere bei Säuglingen. Charakteristisch ist seine Fähigkeit, Trockenheit zu überstehen und Biofilme zu bilden. Dadurch kann Cronobacter in trockenen Produktionsumgebungen wie etwa in Anlagen für pulverförmige Säuglingsnahrung lange überleben und persistieren.
Cronobacter spp. können sowohl auf abiotischen Oberflächen wie Edelstahl als auch in Umweltquellen wie Staub, Erde, Wasser und Rohstoffen überdauern. Kontaminationen treten z. B. durch unzureichend sterilisiertes Equipment, Wasser, luftgetragenen Staub oder Zutaten nach der Pasteurisierung auf. Obwohl Infektionen selten sind, können sie, insbesondere bei Säuglingen, lebensbedrohlich verlaufen.
Bewährte Kontrollstrategien umfassen Untersuchungen von:
Die Eurofins Labore für Lebens- und Futtermittelanalytik in Deutschland bieten akkreditierte Tests auf Cronobacter spp. für pulverförmige Säuglingsnahrung und andere trockene Lebensmittel an, um die Lebensmittelsicherheit und besonders vulnerable Verbrauchergruppen zu schützen.
Shiga-Toxin-bildende Escherichia coli (STEC/VTEC/EHEC) stellen ein erhebliches Lebensmittelsicherheitsrisiko dar – insbesondere für vulnerable Gruppen wie Kleinkinder und ältere Menschen.
E. coli kommt natürlicherweise in der Darmmikrobiota von Menschen und Tieren vor. Stämme, die das stx‑Gen tragen und damit Shiga‑Toxin bilden, können jedoch schwere Erkrankungen auslösen. Klinisch relevante STEC‑Stämme werden häufig als EHEC (enterohämorrhagische E. coli) bezeichnet. Diese können Niere, Dickdarm, Nervensystem und Gehirn schädigen – und stellen daher ein erhebliches Risiko für die Lebensmittelsicherheit dar.
Die wichtigsten Quellen für STEC‑Übertragungen sind rohe und unzureichend erhitzte Lebensmittel, darunter:
Kontaminationen können während der Schlachtung, beim Melken, bei der Bewässerung, durch Abwässer von Wiederkäuerbetrieben oder beim Umgang mit bzw. der Verarbeitung von Lebensmitteln auftreten. Rinder und Schafe sind häufig symptomlose Träger. Auch Trinkwasser kann, versehentlich oder aufgrund unzureichender Aufbereitung, belastet sein.
Aufgrund des hohen Risikos wird eine mikrobiologische Eigenkontrolle für E. coli (STEC/VTEC/EHEC) dringend empfohlen, insbesondere für:
Die Eurofins Labore für Lebens- und Futtermittelanalytik in Deutschland bieten 24‑Stunden‑Freigabeanalysen mittels schneller PCR‑Methode an. Bei einem positiven Ergebnis kann eine zusätzliche Prüfung zur Vermehrungsfähigkeit ergänzt werden. Derzeit gibt es keinen zuverlässigen Marker für die Infektiosität eines Isolats. Ein Hinweis kann der Nachweis des eae‑Gens sein. Das Serotyping kann durchgeführt werden und ist in einzelnen EU‑Staaten relevant für Rückrufentscheidungen.
Wir beraten Sie außerdem zu weiteren Analysemöglichkeiten, etwa zum Whole‑Genome‑Sequencing, zur Lagerung von Isolaten im Rahmen der Zoonosen‑Verordnung sowie zur Rückverfolgung von Infektionsketten im Kontext Ihres Lieferantenmonitorings.
Listeria spp. ist eine Gattung von Bakterien, die 27 Arten umfasst. Unter ihnen ist Listeria monocytogenes für den Menschen pathogen und verursacht Listeriose.
Obwohl Listeriosen vergleichsweise selten auftreten, können sie zu schweren gesundheitlichen Problemen führen – insbesondere bei gefährdeten Personengruppen wie älteren Menschen, Schwangeren, Neugeborenen sowie immungeschwächten Personen. Die Symptome reichen von leichter Gastroenteritis bis hin zu schwerwiegenden Krankheitsbildern wie Septikämie, Meningitis oder spontanen Fehlgeburten. Listeria monocytogenes zeichnet sich zudem durch die Fähigkeit aus, auch bei niedrigen Temperaturen (bis zu +2 °C) zu wachsen und hohe Salzkonzentrationen zu tolerieren. Dies macht den Erreger zu einem besonders hartnäckigen Risiko in gekühlten und verarbeiteten Lebensmitteln.
Listeria monocytogenes ist in der Umwelt weit verbreitet und kommt in Boden, Wasser sowie in tierischen Reservoiren vor. Eine Kontamination kann verschiedene Lebensmittel betreffen, insbesondere:
Kontaminationen entstehen häufig während der Verarbeitung – besonders dann, wenn Lebensmittel nach dem Erhitzen, aber vor der Verpackung geschnitten oder weiterverarbeitet werden. Zwar werden Listerien bei Temperaturen über 65 °C sicher abgetötet, jedoch bleibt das Risiko einer Rekontamination bestehen, wenn Hygienemaßnahmen nicht konsequent eingehalten werden.
Die Eurofins Labore für Lebens- und Futtermittelanalytik in Deutschland bieten den zuverlässigen Nachweis und die Quantifizierung von Listeria monocytogenes in einer Vielzahl von Lebens- und Futtermittelmatrizes sowie in Umfeldproben an. Je nach Anforderung stehen verschiedene Analyseverfahren zur Verfügung:
Salmonella ist ein Bakterium, das eine Erkrankung namens Salmonellose auslösen kann. Es handelt sich um eine Zoonose, was heißt, dass sie direkt oder indirekt zwischen Tieren und Menschen übertragen werden kann.
Salmonella ist eine häufige Ursache lebensmittelbedingter Krankheitsausbrüche und der am häufigsten gemeldete lebensmittelbedingte Erreger in der Europäischen Union. Laut dem 2020 RASFF-Bericht 2020 (Rapid Alert System for Food and Feed) der Europäischen Union gab es 537 Meldungen zu Salmonella, ein Anstieg um 45 % gegenüber dem Vorjahr. Salmonellosen verursachen in der Regel Gastroenteritis, können jedoch bei vulnerablen Gruppen auch schwer oder lebensbedrohlich verlaufen.
Salmonella kommt häufig im Darm gesunder Vögel und Säugetiere vor. Das Kontaminationsrisiko ist besonders hoch bei
Auch unsachgemäß gelagerte Lebensmittel können das Bakterium beherbergen.
Tierfutter ist ein weiterer relevanter Risikofaktor: Im Jahr 2020 wurden im im RASFF-System 102 Fälle von Salmonella-Kontaminationen in Futtermitteln gemeldet. Kontaminiertes Heimtierfutter kann zudem Haustiere und, durch Kreuzkontamination, auch Menschen gefährden, insbesondere Kinder (z. B. über Hundekauartikel).
Der Nachweis von Salmonella erfolgt über standardisierte Referenzmethoden oder validierte Alternativmethoden. Die Eurofins Labore für Lebens- und Futtermittelanalytik in Deutschland bieten mehrere validierte Verfahren zum Nachweis von Salmonella in unterschiedlichen Lebensmittel- und Futtermittelmatrices sowie in Abstrich- und Umweltproben:
Kulturelle Methoden (ISO 6579‑1):
Oft für Exportanforderungen oder gering kontaminierte Matrices notwendig; geschätzt für hohe Sensitivität und Spezifität. Bei Verdacht ist eine Bestätigung erforderlich.
Bestätigte Fälle können mittels Serotypisierung (ISO 6579‑3) oder Whole‑Genome‑Sequencing (NGS/WGS) weiter charakterisiert und zur Rückverfolgung von Kontaminationsquellen genutzt werden.
Vibrio sind halophile Bakterien und gedeihen daher in salzhaltigen Umgebungen. Je nach Art können sie gastrointestinale Beschwerden verursachen und mit schweren Septikämien sowie Wundinfektionen in Verbindung stehen.
Vibrio‑Arten kommen überwiegend in Brack‑, Küsten‑, Süß- und Flussmündungsgewässern in gemäßigten und tropischen Regionen vor. Dadurch zählt insbesondere Meeresfrüchte‑Rohware, vor allem Muscheln und Krebstiere, insbesondere aus Aquakulturen, zu den besonders anfälligen Produktgruppen.
Die drei Vibrio‑Arten, die am häufigsten mit lebensmittelbedingten Erkrankungen in Verbindung gebracht werden, können ein breites Spektrum an Symptomen verursachen:
Kontaminationen können über verschiedene Wege entstehen:
Zwischen 2000 und 2022 wurden im europäischen Schnellwarnsystem RASFF 316 Vibrio‑bezogene Meldungen registriert. Betroffen waren überwiegend:
Wir bieten präzise und schnelle Vibrio‑Analysen inklusive fachlicher Unterstützung an:
Unsere Expertinnen und Experten beraten Sie zudem bei Probenahmeplänen und Umgebungsmonitoring, insbesondere für Betriebe, die Hochrisiko‑Meeresfrüchte verarbeiten.
Lebensmittelviren sind Viren, die Lebensmittel oder Lebensmitteloberflächen kontaminieren und beim Verzehr Erkrankungen auslösen können. Anders als Bakterien vermehren sie sich nicht in Lebensmitteln, können jedoch überdauern und insbesondere in rohen oder unsachgemäß behandelten Produkten infektiös bleiben.
Lebensmittelviren wie Norovirus und Hepatitis‑A‑Virus stellen ein erhebliches Risiko für die Lebensmittelsicherheit dar, insbesondere in rohen und verzehrfertigen (RTE) Produkten. Diese enterischen Viren sind äußerst stabil und widerstandsfähig: Sie überstehen Kühllagerung, Hitze, saure Umgebungen sowie verschiedene Verarbeitungsverfahren wie Pasteurisierung oder Gefriertrocknung. Aufgrund dieser Robustheit können sich Lebensmittelviren entlang der gesamten Lieferkette verbreiten – vor allem dann, wenn Hygienemaßnahmen nicht ausreichend umgesetzt werden.
Lebensmittelviren können in einer Vielzahl von Lebensmitteln und Produktionsumgebungen auftreten. Häufig betroffene Produkte sind:
Die Eurofins Labore für Lebens- und Futtermittelanalytik in Deutschland unterstützen Sie umfassend beim Management von Risiken durch Lebensmittelviren. Unsere Labore bieten, abgestimmt auf Ihre Produkte, Verarbeitungsmethoden und Risiken innerhalb der Lieferkette, ein breites Spektrum an Virusanalysen an. Darüber hinaus begleiten wir Unternehmen bei der Entwicklung präventiver Maßnahmen und Notfallstrategien.
Unser Leistungsspektrum für den Nachweis von Lebensmittelviren umfasst:
Die Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 enthält eine Überprüfungsklausel, die vorsieht, dass neu auftretende Risiken durch Mikroorganismen beobachtet, analysiert und in die Kriterien für Lebensmittelsicherheit und Prozesshygiene aufgenommen werden. Ein Beispiel hierfür ist das Lebensmittelsicherheitskriterium, das fordert, dass Sprossen frei von STEC/VTEC sein müssen.
Generell leisten Überwachungssysteme aufgrund der zunehmenden Globalisierung einen wichtigen Beitrag zur Lebensmittelsicherheit. Dies wird auch in Artikel 18 der Basisverordnung (EG) Nr. 178/2002 über Lebensmittelsicherheit festgehalten.
Artikel 5 der Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene verpflichtet Lebensmittelunternehmer, ein HACCP-/Eigenkontrollsystem einzurichten, umzusetzen, zu überwachen und kontinuierlich anzupassen.
Haben Sie Fragen oder können wir Sie bei der Untersuchung Ihrer Lebens- und Futtermittel unterstützen? Kontaktieren Sie uns noch heute.