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Vereinigte Staaten
April 2026 (Update). Sensorische Prüfungen sind heute ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Entwicklung und Bewertung von Lebensmitteln und Lebensmittelkontaktmaterialien. Insbesondere durch neue Produktkategorien wie vegane Alternativen, Novel Foods, innovative Verpackungslösungen oder veränderte Rezepturen hat ihre Bedeutung in den letzten Jahren spürbar zugenommen. Eine professionell eingesetzte Sensorik unterstützt Sie dabei, Produkte sicher im Markt zu etablieren und wirtschaftliche Risiken frühzeitig zu minimieren. In diesem Artikel erfahren Sie, welchen Nutzen sensorische Prüfungen im Kontext von Leitsätzen, Zertifizierungen und weiteren regulatorischen Anforderungen bieten und wie wir Ihre Mitarbeitenden praxisnah schulen können.
Sie möchten ein Sensorikprojekt mit uns umsetzen, sind aber noch unsicher in der Umsetzung? Gemeinsam mit Ihnen planen wir alle relevanten Schritte entlang klar definierter Eckpunkte.
Auch rechtlich gewinnt Sensorik zunehmend an Bedeutung. Leitsätze und Standards verweisen zunehmend auf die Notwendigkeit sensorischer Prüfungen als Bestandteil eines umfassenden Qualitätsmanagements, darunter:
die "Leitsätze für vegane und vegetarische Lebensmittel mit Ähnlichkeit zu Lebensmitteln tierischen Ursprungs"
der "Good Manufacturing Practice" (GMP)
verschiedene Standards zur Zertifizierung (z. B. DIN EN ISO / FSSC 22000, BRC Global Standard for Food Safety oder IFS Food)
Die europäische Gesetzgebung befindet sich im Wandel: Seit 2025 diskutiert das EU‑Parlament strengere Vorgaben zur Produktbezeichnung pflanzlicher Fleischalternativen. Im März 2026 erzielten EU‑Parlament und Mitgliedstaaten einen Kompromiss: Geläufige Begriffe wie "Veggie-Burger" oder "Tofu-Wurst" bleiben erlaubt, während 31 spezifische Fleischbezeichnungen mit klarem Bezug zu Tierarten oder Teilstücken künftig untersagt werden sollen – darunter "Rindfleisch", "Geflügel", "Kotelett" oder "Speck". Künftig werden Produkte also weniger mithilfe bekannter Begriffe beworben. Die sensorische Qualität rückt damit stärker in den Fokus: Geschmack, Textur, Geruch und Optik nehmen eine zentrale Rolle ein, um Orientierung zu bieten und Konsumentenvertrauen trotz neuer Begriffe zu sichern.
Zertifizierungen sind heute ein zentraler Wettbewerbsfaktor. Das Implementieren einer organoleptisch-analytischen Sensorik stellt in diesem Zusammenhang einen großen Vorteil dar. Selbst wenn sie nicht explizit gefordert ist, kann sie den Zertifizierungsablauf durch umfassende Maßnahmen zur Einhaltung zentraler Anforderungen vereinfachen, beispielsweise im Bereich des Managements für Lebensmittelsicherheit und der Qualitätskontrolle/-sicherung.
Sensorikprüfungen von Lebensmitteln werden durch die europäische Gesetzgebung nicht ausdrücklich eingefordert, aber sowohl die Good Manufacturing Practice (GMP) als auch die EU-Hygieneverordnung (EU VO (EG) 852/2004) legen fest, dass Lebensmittel verkehrstauglich sein müssen. Dazu gehört, dass sie den Handelserwartungen entsprechen und "arteigen" sowie "frei von Fremdgerüchen oder -geschmäckern" sind. Um dies sicherzustellen, ist eine sensorische Prüfung unersetzlich. Durch sensorische Tests im Vorfeld lassen sich Reklamationen reduzieren und die Kundenakzeptanz sichern.
Unternehmen profitieren messbar von gezielten Sensorikprojekten. In der Vergangenheit konnten wir vielen Kund:innen helfen, ihre Produkte erfolgreich am Markt zu etablieren und Kosten einzusparen. Ein Beispiel hierfür ist der Fall eines Händlers für Rohwaren, beispielsweise Kopfschmerztabletten. Er bezog Salicylsäure, welche nicht den Spezifikationen entsprach und deshalb reklamiert wurde. Für die Wiedereinfuhr in das Ursprungsland hätte die Firma Zollgebühren entrichten müssen. Doch eine sensorische Überprüfung konnte beweisen, dass die Rohstoffe nicht verkehrsfähig waren. Dadurch entfiel die Wiedereinfuhr über den Zoll, und es konnten signifikante Kosten eingespart werden.
Auch im Lebensmittelbereich lassen sich verschiedenste Fragestellungen mit Hilfe sensorischer Prüfungen beantworten. Diese können nicht nur das Produkt als solches, sondern etwa auch die Zubereitung betreffen, wie das Beispiel Kaffee zeigt: Im Rahmen eines Kundenprojekts, bei dem verschiedene Wasserfiltersysteme und deren Einfluss auf den Mineralstoffgehalt (und damit auch den pH-Wert) untersucht wurden, konnte der aus sensorischer Sicht optimale Mineralisierungsgrad für die Kaffeezubereitung bestimmt werden.
Um Ihr Unternehmen nicht nur projektbezogen, sondern auch nachhaltig zu stärken, bieten wir Ihnen praxisorientierte Sensorik-Seminare an. Sie vermitteln Fachwissen, trainieren Sensorik-Kompetenz und helfen Teams dabei, sensorische Herausforderungen eigenständig zu lösen.
Haben Sie Fragen oder können wir Sie bei der Untersuchung Ihrer Lebens- und Futtermittel unterstützen? Kontaktieren Sie uns noch heute.