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Sept. 2025. Proteomics ist eine seit Jahren gängige Methode im Bereich der Diagnostik. Nun hat Eurofins Food Integrity Control Services diese Methode für den Nachweis von Fremdenzymen in Honig etabliert. Durch diese hoch selektive und sensitive Methode kann nicht nur die Verfälschung nachgewiesen werden: Die Methode weist darüber hinaus gezielt nach, mit welchem Fremdenzym der Honig verfälscht wurde. Zudem können aufgrund des Verfahrens (Verdau der Proteine) auch denaturierte Enzyme (Proteine) nachgewiesen werden, die mit üblichen anderen Methoden nicht nachweisbar sind. Auch der Gehalt an Honig-eigenen Proteinen, wie das Major Royal Jelly Protein, wird bestimmt.
Künstliche Enzyme können dem Honig hinzugemischt werden, um die Enzymaktivität zu erhöhen und dadurch den für den Honigvertrieb erforderlichen internationalen Standards (Kriterien für die Amylase-/Diastase-Aktivität) zu entsprechen[1]. Unter Verwendung von Bottom-up Proteomics können diese dem Honig zugesetzten Enzyme sehr spezifisch und selektiv bestimmt werden. Die wichtigsten Vorteile der neuen Methode von Eurofins Food Integrity Control Services sind:
Eurofins Whitepaper: Proteomics - A new method for the detection of honey adulteration
Lesen Sie wie unsere Proteomics-Methode im Detail funktioniert und welche Vorteile sie bietet.
Bei der Proteomics-Methode werden die Proteine zuerst von den Hauptbestandteilen des Honigs (hauptsächlich Mono-, Di- und Oligosaccharide) abgetrennt. Anschließend werden die Proteine mittels einer Protease selektiv in kleine Fragmente von 6 – 30 Aminosäuren gespalten (Verdau). Danach werden die entstandenen Peptide per Chromatographie getrennt, massenspektrometrisch detektiert und per MS/MS fragmentiert. So können die Peptide identifiziert und dadurch die Proteine inklusive der Fremdenzyme sehr spezifisch nachgewiesen werden. Da es sich um den Nachweis bekannter Fremdenzyme handelt, wird der sogenannte Targeted-Proteomics-Workflow verwendet, bei dem gezielt nach spezifischen Peptiden gesucht und diese fragmentiert werden. Dadurch wird eine sehr hohe Empfindlichkeit dieser Methode erreicht.
Neben den honigfremden Enzymen werden auch das hochabundante Major Royal Jelly Protein MRJP1 sowie die α-Glucosidase und α-Amylase der Honigbiene gemessen. Dadurch können Unregelmäßigkeiten dieser Proteine erkannt werden, die durch die Zugabe von Zuckersirup oder eine rigorose Verarbeitung des Honigs verursacht werden.
Haben Sie Fragen oder können wir Sie bei der Untersuchung Ihrer Lebens- und Futtermittel unterstützen? Kontaktieren Sie uns noch heute.
Christof Kunert
Eurofins Food Integrity Control Services