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Vereinigte Staaten
April 2026 (Update). Eurofins GeneScan, Kompetenzzentrum für GVO-Analysen im internationalen Eurofins Labornetzwerk, erweitert seine bestehenden GVO-Analysestrategien für Soja um einen neuen, sensitiven Nachweis. Mit diesem können Sie die in der EU nicht zugelassenen HB4-Soja eindeutig ausschließen und die Absicherung Ihrer Rohwaren und verarbeiteten Produkte verbessern.
Die gentechnisch veränderten Organismen (GVO) HB4-Weizen (IND-ØØ412-7) und HB4-Soja (IND-ØØ41Ø-5) wurden durch das Unternehmen Bioceres Crop Solutions in Zusammenarbeit mit verschiedenen Entwicklungspartnern, darunter Verdeca, entwickelt. Beide GVO enthalten das aus der Sonnenblume stammende HaHB4-Gen, welches eine erhöhte Toleranz gegenüber Trockenstress vermittelt. Zusätzlich wurde jeweils ein weiteres Gen eingeführt, das eine Toleranz gegenüber dem Herbizid Glufosinat bewirkt.
Aufgrund dieser genetischen Eigenschaften sind HB4-Pflanzen insbesondere für südlichere Regionen, in denen regelmäßig Dürreperioden auftreten oder zunehmen, von agronomischem Interesse.
Keiner der beiden HB4-Events ist derzeit in der Europäischen Union zugelassen. Für HB4-Soja wurde ein erster Zulassungsantrag zurückgezogen, ein weiterer Antrag für eine "Low Level Presence" wurde anschließend im Jahr 2025 eingereicht. Für HB4-Weizen liegt bislang kein Zulassungsantrag vor. Da beide GVO keine Zulassung in der EU besitzen, gilt für sie eine 0 %-Toleranz.
In zahlreichen Ländern außerhalb Europas sind sowohl HB4-Weizen als auch HB4-Soja hingegen für den Anbau sowie für Lebensmittel- und Futtermittelzwecke zugelassen.
Laut einem Bericht des United States Department of Agriculture (USDA) wurde HB4-Weizen im Jahr 2024 in Argentinien unter der Aufsicht des Nationalen Saatgutinstituts (INASE) auf einer Fläche von nahezu 50.000 Hektar angebaut. Ein aktueller USDA-Bericht vom Dezember 2025 weist zudem auf laufenden Testanbauten von HB4-Weizen in Brasilien hin. HB4-Soja wurde einem USDA-Bericht von 2023 zufolge ebenfalls bereits unter IP-geschützten Bedingungen kultiviert.
HB4-Soja wird bereits durch aktuelle Screening-Strategien wie das CaMV-35S-Promoter-Screening oder das nos-Terminator-Screening sowie durch die von unserem Kompetenzzentrum für GVO-Analytik angebotenen Screeningpakete "SoyScreen" bzw. "TripleScreen" erfasst. Im Falle eines positiven Screening-Signals ermöglicht der neue Nachweis den eindeutigen Ausschluss dieses in der EU nicht zugelassenen GVO.
Mit der Integration dieses Nachweises haben wir unsere Analysestrategien von Eurofins GeneScan, dem Kompetenzzentrum für GVO-Analytik im internationalen Eurofins Labornetzwerk, für Soja entsprechend für Sie erweitert. Der zuverlässige Ausschluss von HB4-Soja trägt insbesondere vor dem Hintergrund der bisherigen Anbauhistorie außerhalb Europas und der weiterhin geltenden 0 %-Toleranz für diesen nicht zugelassenen GVO in der EU zur verbesserten Absicherung von Lieferketten bei.
Haben Sie Fragen oder können wir Sie bei der Untersuchung Ihrer Lebens- und Futtermittel unterstützen? Kontaktieren Sie uns noch heute.
[1] OpenEFSA Dossier May 2025: Application for authorisation of genetically modified IND-ØØ41Ø-5 soybean for low level presence in accordance with Regulation (EC) No. 1829/2003 (AP196)
[2] USDA, Foreign Agricultural Service Report Nov 2024: Agricultural Biotechnology Annual, Argentina
[3] USDA, Foreign Agricultural Service Report Dec 2023: Agricultural Biotechnology Annual, Argentina
[4] USDA, Foreign Agricultural Service Report Dec 2025, Biotechnology and Other New Production Technologies Annual, Brazil
Ulf Rathjens
Eurofins GeneScan GmbH