Analyse von Listeria monocytogenes

Die Überprüfung von Listeria monocytogenes ist zur Einhaltung der Lebensmittelsicherheit unerlässlich. Der Erreger kann Listeriose verursachen und ist für gefährdete Bevölkerungsgruppen besonders gefährlich. Die Eurofins Labore für Lebens- und Futtermittelanalytik unterstützt Sie mit einer breiten Palette an analytischen Lösungen. So können Sie die gesetzlichen Vorgaben einhalten und schützen die Gesundheit der Verbrauchenden.

Analytische Prüfmethoden

  • PCR-Methode: Schneller, zuverlässiger Nachweis, zertifiziert für alle Lebensmittelmatrices und Produktionsumgebungen. Sie sind besonders für Freigabeanalysen und das Krisenmanagement geeignet.
  • Standardmethoden: NF EN ISO 11290-1 (Nachweis) und NF EN ISO 11290-2 (Zählung)
  • Chromogene Methoden: Sie bieten hohe Sensitivität und Spezifität, sind kosteneffizient und damit ideal für große und regelmäßige Probenzahlen

Fortgeschrittene Analysen zur Rückverfolgung von Kontaminationsquellen

Im Falle einer Kontamination kann mittels Ganzgenomsequenzierung (WGS) die genetische Verwandtschaft von Listeria monocytogenes-Stämmen bestimmt werden. Dies hilft dabei, die Kontaminationsquelle zu identifizieren und gezielte Bekämpfungsmaßnahmen zu ergreifen.

Die Durchführung der WGS erfolgt innerhalb des Eurofins Netzwerkes.

Risiken verstehen

Obwohl Listeriosen vergleichsweise selten auftreten, können sie zu schweren gesundheitlichen Problemen führen – insbesondere bei gefährdeten Personengruppen wie älteren Menschen, Schwangeren, Neugeborenen sowie immungeschwächten Personen. Die Symptome reichen von leichter Gastroenteritis bis hin zu schwerwiegenden Krankheitsbildern wie Septikämie, Meningitis oder spontanen Fehlgeburten. Listeria monocytogenes zeichnet sich zudem durch die Fähigkeit aus, auch bei niedrigen Temperaturen (bis zu +2 °C) zu wachsen und hohe Salzkonzentrationen zu tolerieren. Dies macht den Erreger zu einem besonders hartnäckigen Risiko in gekühlten und verarbeiteten Lebensmitteln.

Haupt-Kontaminationsquellen

Listeria monocytogenes ist in der Umwelt weit verbreitet und kommt in Boden, Wasser sowie in tierischen Reservoiren vor. Eine Kontamination kann verschiedene Lebensmittel betreffen, insbesondere:

  • Geräucherte Fischprodukte und Fleischwaren (insbesondere Rind und Schwein)
    Käse aus Rohmilch
    Rohe und tiefgekühlte Gemüseprodukte

Kontaminationen entstehen häufig während der Verarbeitung – besonders dann, wenn Lebensmittel nach dem Erhitzen, aber vor der Verpackung geschnitten oder weiterverarbeitet werden. Zwar werden Listerien bei Temperaturen über 65 °C sicher abgetötet, jedoch bleibt das Risiko einer Rekontamination bestehen, wenn Hygienemaßnahmen nicht konsequent eingehalten werden.

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