Jedes Jahr nutzen Millionen Besucher die öffentlichen Schwimm- und Hallenbäder. Durch mangelhafte Rahmenbedingungen, wie nicht oder nicht nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik aufbereitetes und desinfiziertes Schwimm- und Badebeckenwasser, sind jedoch Gefahren durch Infektionen möglich.
Auch moderne Badeangebote mit erhöhten Wassertemperaturen, Sprudelbecken oder sonstigen Attraktionen können Risikofaktoren darstellen.
Neben hygienischen Aspekten ist eine gut eingestellte Aufbereitung auch wichtig, um Nebenreaktionsprodukte der Desinfektion möglichst zu minimieren.
Daher werden, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Badegäste und des Personals eines Schwimmbades nicht zu beeinträchtigen, mikrobiologische, chemische und physikalisch-chemische Anforderungen an das Schwimm- und Badebeckenwasser gestellt (DIN 19643).
Die UBA-Empfehlung 2026 ersetzt die Fassung von 2014 und berücksichtigt die aktualisierte Normenreihe DIN 19643.
Sie konkretisiert Anforderungen an Wasserqualität, Eigenkontrollen, Laboruntersuchungen, Informationswege und Maßnahmen bei Auffälligkeiten.
Wir haben die 10 wichtigsten Änderungen für Sie zusammengefasst.
Naturbäder in Oberflächengewässern ohne Aufbereitung (Seen, Talsperren, Speicher, Fließgewässer) fallen nicht unter die Regelungen der DIN 19643. Ihre Wasserqualität regelt die EU mit der EG-Richtlinie über die Qualität der Badegewässer (2006/7/EG), welche von den Bundesländern jeweils in Verordnungen umgesetzt wurde.
Viele Probleme in Badegewässern lassen sich auf externe Belastungsfaktoren und ökologische Wechselwirkungen zurückführen. Wir untersuchen Badegewässer auch auf toxische Blaualgenmassenentwicklungen und unterstützen bei der Sicherstellung von allgemein- und seuchenhygienisch einwandfreien Badegewässern.
Künstlich angelegte Schwimm- und Badeteichanlagen im Freien mit biologischer und mechanischer Aufbereitung (also ohne Desinfektion) werden als Kleinbadeteiche bezeichnet. Die Aufbereitung erfolgt dabei durch Bakterien, Zoo- und Phytoplanton, Wasserpflanzen sowie Sand- oder Kiesfilter. Durch Badegäste können auch hier Krankheitserreger eingetragen werden. Daher ist es besonders bei erhöhtem Badeaufkommen wichtig die Wirksamkeit der Aufbereitung zu überprüfen.
Neben der FLL-Richtlinie für Planung, Bau, Instandhaltung und Betrieb von Freibädern mit biologischer Wasseraufbereitung gibt auch das Umweltbundesamt eine entsprechende Empfehlung, gerade im Hinblick auf Fäkalkeime wie Escherichia coli, Enterokokken und den Umweltkeim Pseudomonas aeruginosa.
Das Eurofins Umwelt Labor Netzwerk kann Sie von Analytik bis hin zur Probenahme bei der Überprüfung Ihres Schwimmbades, Badegewässers oder Kleinbadeteiches unterstützen, damit der Badespaß nicht ins Wasser fällt.
Die Häufigkeit der Untersuchung richtet sich nach Art, Größe und Nutzung des Schwimm- oder Badebeckens sowie nach den Anforderungen der DIN 19643. Neben der regelmäßigen betrieblichen Eigenkontrolle sind insbesondere für öffentliche Bäder und gewerblich genutzte Anlagen wiederkehrende mikrobiologische und chemische Laboruntersuchungen erforderlich.
Regelmäßige Analysen helfen dabei, hygienische Risiken frühzeitig zu erkennen, die Wirksamkeit der Wasseraufbereitung zu überwachen und einen dauerhaft sicheren Badebetrieb sicherzustellen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Erstellung eines individuellen Untersuchungsplans für Ihre Anlage.
Für die Beurteilung der Wasserqualität werden sowohl mikrobiologische als auch chemische Untersuchungsparameter herangezogen. Dazu zählen unter anderem:
Weitere Nebenprodukte der Wasserdesinfektion
Der Untersuchungsumfang richtet sich nach den Vorgaben der DIN 19643, dem jeweiligen Bädertyp sowie den spezifischen Anforderungen der Anlage. Individuelle behördliche Auflagen können selbstverständlich berücksichtigt werden.
Unsere Leistungen richten sich unter anderem an:
Die Bearbeitungszeit von Badebeckenwasser hängt von Art und Umfang der beauftragten Untersuchungen ab. Insbesondere mikrobiologische Analysen erfordern festgelegte Inkubationszeiten, um belastbare und normgerechte Ergebnisse erzielen zu können.
Nach Abschluss der Untersuchungen erhalten Sie einen übersichtlichen Prüfbericht mit allen Analysenergebnissen und Bewertungen. Auf Wunsch informieren wir Sie bei auffälligen Befunden oder Grenzwertüberschreitungen vorab. Über Eurofins Online (EOL) können Vorabergebnisse zudem digital eingesehen werden.
Eine einwandfreie Wasserqualität ist die Voraussetzung für einen sicheren Badebetrieb. Regelmäßige Untersuchungen des Badebeckenwassers helfen dabei, hygienische Risiken frühzeitig zu erkennen, technische Anlagen zu überwachen und die Einhaltung relevanter Anforderungen nachzuweisen.
Darüber hinaus können Betreiber durch eine kontinuierliche Überwachung Beanstandungen vermeiden, das Vertrauen ihrer Gäste stärken und langfristig zum Werterhalt ihrer Anlage beitragen.
Ja. Whirlpools stellen aufgrund der höheren Wassertemperaturen, der intensiven Nutzung und der verstärkten Wasserverwirbelung besondere hygienische Anforderungen an den Betrieb. Regelmäßige mikrobiologische und chemische Untersuchungen sind wichtig, um Verkeimungen frühzeitig zu erkennen und die Wasserqualität dauerhaft sicherzustellen.
Regelmäßige Untersuchungen schaffen Transparenz über die Wasserqualität und ermöglichen ein frühzeitiges Erkennen von Auffälligkeiten. Dadurch können Betreiber rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, Betriebsstörungen vermeiden und die Sicherheit der Badegäste gewährleisten. Gleichzeitig dienen die Ergebnisse als Nachweis gegenüber Behörden, Gästen und Betreibern.
Ja. Neben der Analytik erhalten Sie einen Prüfbericht mit den Untersuchungsergebnissen und einer fachlichen Bewertung. Unsere Experten unterstützen Sie bei der Interpretation der Ergebnisse und beraten Sie bei Bedarf zu möglichen Maßnahmen, um die Wasserqualität zu optimieren oder behördliche Anforderungen einzuhalten.
Selbstverständlich. Je nach Bädertyp, Nutzung, behördlichen Vorgaben und betrieblichen Anforderungen erstellen wir gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Untersuchungsprogramm. So erhalten Sie genau die Analysen und Prüfintervalle, die für Ihre Anlage erforderlich sind.
Die betriebliche Eigenkontrolle umfasst regelmäßige Vor-Ort-Messungen wie pH-Wert, freies Chlor oder Redoxpotenzial. Laboruntersuchungen ergänzen diese Kontrollen durch mikrobiologische und chemische Analysen, die vor Ort nicht durchgeführt werden können.
Ja. Über Eurofins Online (EOL) können Untersuchungsergebnisse digital eingesehen, verwaltet und archiviert werden. Dadurch stehen relevante Informationen jederzeit zur Verfügung.
Hotelpools, Therapiebecken, Whirlpools und Wellnessanlagen unterliegen hohen hygienischen Anforderungen. Betreiber sind verpflichtet, die Wasserqualität kontinuierlich zu überwachen und sicherzustellen, dass die Anforderungen des Infektionsschutzgesetzes sowie der einschlägigen technischen Regelwerke eingehalten werden.
Regelmäßige Wasseruntersuchungen und dokumentierte Kontrollen tragen dazu bei, Gesundheitsrisiken zu minimieren, den sicheren Betrieb der Anlage zu gewährleisten und das Vertrauen Ihrer Gäste nachhaltig zu stärken.
Die Überwachung von Badebeckenwasser erfolgt auf Grundlage verschiedener gesetzlicher und technischer Regelwerke. Dazu gehören insbesondere das Infektionsschutzgesetz (IfSG), die DIN 19643 zur Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser sowie Empfehlungen des Umweltbundesamtes. Die Einhaltung dieser Anforderungen dient dem Schutz der Badegäste und der Sicherstellung eines hygienisch einwandfreien Badebetriebs.
Ja. Unsere Experten beraten Sie bei Fragen zu Untersuchungsumfang, Probenahmeintervallen und behördlichen Anforderungen. Auch individuelle Auflagen von Gesundheitsämtern oder anderen Behörden können im Untersuchungsprogramm berücksichtigt werden.
So erhalten Sie eine rechtssichere und praxisnahe Unterstützung bei der Überwachung Ihrer Badebeckenwasserqualität.
Grenzwertüberschreitungen können auf Störungen der Wasseraufbereitung, betriebliche Abweichungen oder hygienische Beeinträchtigungen hinweisen. In solchen Fällen sollten die Ursachen zeitnah ermittelt und geeignete Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden.
Eurofins Umwelt unterstützt Sie mit schnellen Nachuntersuchungen, ergänzenden Analysen und fachlicher Beratung bei der Bewertung der Situation. Nach Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt können gegebenenfalls weitere Maßnahmen erforderlich sein, um die Ursache der Abweichung zu beseitigen und die Wasserqualität wiederherzustellen.
Je nach Art der Anlage und behördlichen Anforderungen können Untersuchungsergebnisse als Nachweis gegenüber Gesundheitsämtern oder anderen Aufsichtsbehörden erforderlich sein. Die Prüfberichte von Eurofins können hierfür als Dokumentationsgrundlage genutzt werden.
Bei der Probenahme werden neben den Wasserproben häufig auch wichtige Vor-Ort-Parameter dokumentiert. Dazu zählen beispielsweise Wassertemperatur, freies und gebundenes Chlor, pH-Wert, Redoxpotenzial sowie weitere betriebsrelevante Informationen. Diese Daten unterstützen die Bewertung der Untersuchungsergebnisse und ermöglichen eine umfassende Beurteilung der Wasserqualität.
Ja. Eurofins Umwelt bietet Ihnen einen Komplettservice aus fachgerechter Probenahme, Erfassung relevanter Vor-Ort-Parameter und anschließender Laboranalytik in akkreditierten Laboren.
Durch die Kombination aller Leistungen aus einer Hand profitieren Sie von klaren Prozessen, festen Ansprechpartnern und einer durchgängigen Qualitätssicherung. Auf Wunsch stehen unsere Experten deutschlandweit für Probenahmen und Untersuchungen zur Verfügung.
Die Probenahme erfolgt an repräsentativen Stellen der Badeanlage. Dazu gehören unter anderem Beckenwasserproben sowie Proben aus dem Aufbereitungskreislauf. Die Auswahl der Probenahmestellen erfolgt nach den Anforderungen der DIN 19643 und den Gegebenheiten vor Ort.