Zucker - Rinder (Silage)

Definition

Zucker in Silage bezieht sich auf die natürlich vorkommenden löslichen Kohlenhydrate in Futterpflanzen. Diese Zucker beeinflussen sowohl den Konservierungsprozess als auch die Nährstoffqualität der Silage.

Bedeutung

Zucker spielt eine wichtige Rolle bei:

  • Schmackhaftigkeit: Ein guter Zuckergehalt verbessert in Kombination mit Milchsäure den Geschmack der Silage.
  • Energieversorgung: Zucker trägt zur für Rinder verfügbaren Energie bei.
  • Fermentation: Während des Silierens werden Zucker in Milch- und Essigsäure umgewandelt, die die Silage stabilisieren.

Ein übermäßig hoher Zuckergehalt (mehr als 15 %) kann jedoch das Risiko einer Pansenübersäuerung erhöhen, was sich negativ auf die Gesundheit der Kühe auswirkt.

Rolle bei der Konservierung

Für eine erfolgreiche Konservierung ist ein bestimmter Zuckergehalt unerlässlich. Zucker dient als Treibstoff für die Fermentation und erzeugt Säuren, die Verderb verhindern. Die im Erntegut verbleibende Zuckermenge hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Sonnenstunden: mehr Sonnenschein erhöht den Zuckergehalt.
  • Liegezeit auf dem Feld: eine kurze Anwelkzeit hilft, Zucker zu erhalten.
  • Schnittzeitpunkt: Am Abend geschnittenes Gras enthält mehr Zucker als am Morgen geschnittenes Gras.
  • Trockensubstanzgehalt: trockeneres Gras benötigt weniger Zuckerumwandlung, um die Silage zu stabilisieren.
  • Reifestadium: ältere Pflanzenbestände haben einen geringeren Zuckergehalt und mehr Zellwandmaterial.

Wichtige Überlegungen

  • Streben Sie einen ausgewogenen Zuckergehalt an, um eine gute Konservierung und Schmackhaftigkeit sicherzustellen.
  • Vermeiden Sie einen übermäßig hohen Zuckergehalt, um das Risiko einer Pansenazidose zu verringern.
  • Steuern Sie Mähzeitpunkt und Anwelkzeit, um die Zuckererhaltung zu optimieren.

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