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In der Pferdeernährung bezieht sich der Begriff Zucker auf ethanollösliche Kohlenhydrate (ESC), die in der Equi Feed-Analyse gemessen werden. Diese Zucker sind in erster Linie Glukose, die von Pflanzen durch Photosynthese produziert wird. Bei Gräsern wird Glukose als Fruktan im Stängel oder Samen gespeichert, während sie bei Kulturpflanzen als Stärke in Samen oder Wurzeln gespeichert wird. Frisches Gras enthält keine Stärke.
Zucker werden durch Enzyme im Dünndarm schnell verdaut. Wenn die Zuckeraufnahme jedoch übermäßig hoch ist, gelangen unverdaut gebliebene Zucker in den Dickdarm, wo sie von Bakterien fermentiert werden. Da der Dickdarm hauptsächlich an die Verdauung von Fasern angepasst ist, kann diese Verschiebung der Bakterienpopulation zu ernsthaften Gesundheitsproblemen wie Hufrehe führen. Daher ist die Kenntnis des Zuckergehalts von Raufutter für das Management der Pferdegesundheit unerlässlich.
WSC umfasst sowohl ESC (einfache Zucker) als auch Fruktane, was bedeutet, dass der WSC-Gehalt von Heu immer höher ist als der reine Zuckergehalt. Das Einweichen von Heu in Wasser kann den WSC-Gehalt senken, weshalb es wichtig ist, sowohl die Zucker- als auch die WSC-Werte zu kennen, um abzuschätzen, wie viele Kohlenhydrate beim Einweichen entfernt werden können.
Fruktane sind komplexe Zucker, die von Pflanzen während der Photosynthese produziert und als Energiereserve gespeichert werden. Ihre Konzentration steigt, wenn Pflanzen Stress erfahren, zum Beispiel:
Unter diesen Bedingungen reichern Pflanzen Fruktane an, um sie später zu nutzen, wenn sich die Wachstumsbedingungen verbessern. Derzeit werden Fruktane und WSC nur in Heu analysiert.