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OEB (Onbestendige Eiwit Balans) gibt an, wie viel Protein und Energie im Pansen verfügbar werden und ob diese im Gleichgewicht sind.
Ein positiver OEB bedeutet, dass im Pansen im Verhältnis zur Energie mehr Protein verfügbar ist.
Ein negativer OEB weist auf einen relativen Mangel an Pansenprotein hin.
Auf Rationsniveau ist OEB ein sehr wichtiges Merkmal. OEB steht in direktem Zusammenhang mit der Pansenfermentation, der Pansenübersäuerung und dem Harnstoffgehalt in der Milch. OEB ist einer der Parameter, mit denen die Pansenfermentation in eine bestimmte Richtung gesteuert wird.
Bestimmte Raufuttermittel haben typischerweise einen negativen OEB. Maissilage ist ein typisches Beispiel mit einem Durchschnittswert von −30 OEB/kg Trockensubstanz. Das bedeutet, dass Maissilage ein Futtermittel ist, das im Pansen relativ viel Energie und relativ wenig Protein liefert.
Grassilage weist eine große Bandbreite an OEB-Werten auf (von −20 bis +130). In der Praxis sollten jede Grassilage und jeder Schnitt analysiert werden, da sowohl fermentierbare Energie als auch fermentierbares Protein stark variieren können.
Sonnenlicht, Temperatur, Düngungsniveau, Schnitthöhe und Trockensubstanzgehalt haben alle einen großen Einfluss auf den OEB-Wert von Gras.
Besonders bei einem hohen Grasanteil in der Ration kann OEB entscheidend für eine erfolgreiche Milchproduktion sein.
Innerhalb des DVE/OEB-2007-Systems von CVB sind Berechnungsregeln für Parameter wie lösliches Rohprotein, NDF-Verdaulichkeit und Milchsäure definiert.
Eurofins Agraranalytik ist in der Lage, diese Parameter direkt zu messen und kann daher Schätzformeln durch direkte Analysen ersetzen. Auf Grundlage dieser Messungen berechnet Eurofins Agraranalytik den Proteinwert nach den Berechnungsregeln von DVE/OEB 2007.
Als Ergebnis dieser genaueren Bestimmung werden DVE+ und OEB+ ausgewiesen.