Natrium (Na) - Boden und Pflanze

Definition

Natrium (Na) ist ein in Boden und Pflanzen vorkommender Mineralstoff, der den Feuchtigkeitshaushalt in Kulturen beeinflusst. Obwohl Natrium nicht als essenzieller Nährstoff für das Pflanzenwachstum gilt, kann es bestimmte Eigenschaften von Futterpflanzen beeinflussen, wie etwa Schmackhaftigkeit und Trockensubstanzaufnahme.

Bedeutung von Natrium in der Pflanzenproduktion

  • Schmackhaftigkeit und Aufnahme: Höhere Natriumgehalte erhöhen den Grasertrag nicht, verbessern jedoch den Geschmack und führen dadurch zu einer besseren Trockensubstanzaufnahme durch Nutztiere.
  • Nährstoffgleichgewicht: Der Natriumgehalt in Futtermitteln beeinflusst die Rationsgestaltung für Wiederkäuer und andere Nutztiere.
  • Variabilität der Kulturpflanzen: Gras und Grassilage enthalten in der Regel ausreichend Natrium, während Kulturen wie Silomais, CCM, Biertreber, gepresste Rübenschnitzel und Getreide von Natur aus natriumarm sind.

Natriumgehalt in gängigen Futtermitteln (Eurofins Agraranalytik, 2009–2013)

Frisches GrasGrassilageMaissilageLuzerne
Durchschnitt2.12.40.20.9
Zielbereich-2.0-3.00.1-0.3

Natriumdynamik im Boden

  • Auswaschungsrisiko: Natrium ist stark auswaschungsgefährdet, insbesondere in sandigen und Talböden, was häufig zu einer geringen Natriumverfügbarkeit führt.
  • Konkurrenz mit Kalium: Natrium und Kalium konkurrieren um die Aufnahme durch Pflanzen. Hohe Kaliumgehalte können die Natriumaufnahme verringern.

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