Nahinfrarotspektroskopie (NIRS)

Definition

NIRS oder Nahinfrarotspektroskopie ist ein spektroskopisches Verfahren, das den nahinfraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums nutzt (von 800 - 2500 nm). Karl H. Norris entwickelte diese Technik in den 1960er-Jahren, insbesondere zur Analyse landwirtschaftlicher Produkte.

Eurofins Agraranalytik verwendet NIRS für die Analyse von Futtermitteln, Rohstoffen, Bodenproben und Gülleproben .

Wie NIRS funktioniert

NIRS ist eine nützliche Analysetechnik, da unterschiedliche Moleküle nahinfrarotes Licht in unterschiedlichem Ausmaß absorbieren und reflektieren. Wenn Moleküle Energie aus nahinfrarotem Licht absorbieren, wird diese Energie in kinetische Energie umgewandelt. Dadurch bewegen sich die Atome innerhalb der Moleküle schneller und beugen, strecken oder drehen sich zueinander.

Je mehr Licht von Molekülen absorbiert wird, desto weniger Licht bleibt zur Reflexion übrig. Der nahinfrarote Teil des Lichtspektrums wird hauptsächlich von Bindungen zwischen Wasserstoff, Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff und Schwefel absorbiert. Solche chemischen Elemente kommen in Wasser und Verbindungen wie Fetten, Proteinen und Zellwänden vor.

Mineralstoffe und Spurenelemente hingegen sind in einem NIR-Spektrum nicht sichtbar, weil sie keine solchen Bindungen haben.

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