Mikrobielles Proteine

Definition

Mikrobielles Protein wird im Pansen gebildet, wenn Mikroorganismen fermentierbare organische Substanz aus der Ration verwerten. Dieses Protein stellt typischerweise den größten Anteil des intestinal verdaulichen Proteins dar und liefert ein Aminosäureprofil, das dem Bedarf für die Synthese von Milchprotein sehr nahekommt.

Bedeutung

Mikrobielles Protein ist ein zentraler Bestandteil des Systems des intestinal verdaulichen Proteins, weil:

  • Es die Milchproduktion durch ein ausgewogenes Aminosäuremuster unterstützt.
  • Es weitgehend von den Fermentationsprozessen im Pansen und der Energieverfügbarkeit abhängt.

Entwicklung des Systems des intestinal verdaulichen Proteins

Altes System (1991):

Die mikrobielle Proteinproduktion wurde als konstant mit 150 g pro kg fermentierbarer organischer Substanz angenommen.

Aktuelles System (2007):

  • Berücksichtigt die tatsächliche Menge an im Pansen fermentierbarer organischer Substanz (RFOM).
  • Berücksichtigt die bei der Aufspaltung im Pansen freigesetzte Energie, die je nach Kohlenhydratfraktion variiert.
  • Beinhaltet Effizienzfaktoren dafür, wie Mikroorganismen verfügbare Energie und Protein nutzen, beeinflusst davon, ob Nährstoffe in der Pansenflüssigkeit gelöst sind oder als grobe Partikel vorliegen.

Zentrale Faktoren, die die mikrobielle Proteinproduktion beeinflussen

  • Gleichgewicht fermentierbarer Kohlenhydrate
  • Energieverfügbarkeit während der Pansenfermentation
  • Physikalische Form der Futterpartikel
  • Mikrobielle Effizienz bei der Umwandlung von Energie und Protein

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