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Magnesium (Mg) ist ein wichtiges Mineral für Rinder, und der größte Teil davon befindet sich in den Knochen. Im Gegensatz zu Calcium (Ca) und Phosphor (P) kann es jedoch nicht leicht aus den Knochen freigesetzt werden, insbesondere wenn das Tier älter wird. Da eine Milchkuh relativ große Mengen Magnesium benötigt, ist ein Magnesiummangel weit verbreitet.
Magnesium spielt eine Rolle bei Muskelkontraktionen und der Übertragung von Nervenimpulsen. Es ist auch für verschiedene Stoffwechselprozesse wichtig, insbesondere durch die Aktivierung von Enzymen. Eine weitere wichtige Funktion von Magnesium ist seine Beteiligung an der Produktion von Parathormon (PTH) durch die Nebenschilddrüse, das den Calciumstoffwechsel beeinflusst.
Der Magnesiumspiegel im Blut ist weniger stabil als der Calciumspiegel. Ein Mangel kann durch eine Urinanalyse festgestellt werden.
Magnesiumbedarf (CVB, 2016)
| Kategorie | g/kg Trockensubstanz | g/Tier/Tag |
| Jungvieh ab 4 Monaten | 1.7 | 6.7 |
| Jungvieh ab 9 Monaten | 1.8 | 10 |
| Jungvieh ab 16 Monaten | 1.9 | 14 |
| Twitterhe Kühe (8–3 Wochen vor dem Kalben) | 1.9 | 22 |
| Twitterhe Kühe (3–0 Wochen vor dem Kalben) | 2.1 | 23 |
| Milchkühe (20 kg Milch) | 2.1 | 38 |
| Milchkühe (40 kg Milch) | 2.4 | 56 |
Ein Magnesiummangel kann auftreten, wenn die Magnesiumaufnahme vermindert ist; zum Beispiel infolge hoher (instabiler) Protein- und Kaliumgehalte in der Ration. Magnesiummangel wird auch regelmäßig bei Jungrindern beobachtet, insbesondere während der Weideperiode.
Ein Mangel führt zu verringerter Futteraufnahme, einem steifen Gang und Kopferkrankung. Darüber hinaus erhöht ein Mangel während der Trockenstehzeit das Risiko für Milchfieber, insbesondere in Kombination mit einem Calcium mangel. Dies geschieht jedoch nur, wenn der Magnesiumspiegel im Blut stark abfällt.
Da Magnesium bei Muskelkontraktionen und der Impulsübertragung in den Nerven eine Rolle spielt, werden bei anhaltendem Magnesiummangel nervöses Verhalten, unkontrollierte Bewegungen und eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Reizen beobachtet. Muskelzittern und Krämpfe können ebenfalls auftreten und schließlich sogar Lähmungen und der Tod.
Ein Magnesiumüberschuss tritt nicht leicht auf, da Tiere überschüssiges Magnesium über den Urin ausscheiden können. Ein extremer Überschuss kann jedoch zu vermindertem Muskeltonus und Durchfall führen. Das CVB (2005) gibt eine Toxizitätsgrenze für Magnesium von 6 g/kg Trockenmasse an (bei chronisch hohen Werten).
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