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Kupfer (Cu) ist ein Spurenelement, das heißt, es ist ein essenzielles Element, das der Körper nur in sehr kleinen Mengen benötigt.
Kupfer ist wichtig für die Bildung roter Blutkörperchen, von Pigmenten, Haaren, Bindegewebe und für den Stoffwechselprozess (Aktivierung von Enzymen). Kupfer wird in der Leber gespeichert. Säugende Kälber und Lämmer sind auf diesen Vorrat angewiesen, da Milch kupferarm ist.
| Kategorie | mg/kg Trockensubstanz | mg/Tier/Tag |
| Jungvieh ab 4 Monaten | 14.5 | 56 |
| Jungvieh ab 9 Monaten | 16.4 | 9 |
| Jungvieh ab 16 Monaten | 18.1 | 132 |
| Trockenstehend 8–3 Wochen vor dem Kalben | 24.1 | 277 |
| Trockenstehend 3–0 Wochen vor dem Kalben | 25.2 | 277 |
| Laktierend (20 kg) | 12.2 | 227 |
| Laktierend (40 kg) | 11.1 | 260 |
Kupfermangel führt zu Anämie und verursacht ein stumpfes, struppiges Haarkleid, eine Verfärbung der Haare um die Augen ("Kupferbrille"), verdickte Fesselgelenke, Durchfall und eine verringerte Milchproduktion. Jungvieh am Ende der Weideperiode hat ein relativ hohes Risiko für Kupfermangel und kann daher in der Entwicklung zurückbleiben.
Trotz einer guten Kupferversorgung kann dennoch ein Mangel auftreten, weil das Kupfer im Futter schlecht verwertet wird. Proteine und Eisen können die Kupferaufnahme hemmen. Darüber hinaus können Schwefel und Molybdän im Pansen nicht abbaubare Komplexe mit Kupfer bilden.
Ein Kupferüberschuss verursacht bei Schafen schnell Vergiftungen und in höheren Mengen auch bei Milchkühen. Die Folgen sind Leberschäden, der Abbau roter Blutkörperchen, Anämie, Nekrose, Gelbsucht und in schweren Fällen der Tod. Das CVB (2005) nennt für Kupfer bei Rindern einen Toxizitätsgrenzwert von 40 mg/kg Trockensubstanz (bei chronisch hohen Gehalten). Der gesetzliche Höchstgehalt beträgt 35 mg/kg Alleinfuttermittel (88 % Trockensubstanz) für Rinder und 15 mg/kg für Schafe.