Kalium (K) - Boden und Pflanze

Definition

Kalium (K) ist ein essenzieller Pflanzennährstoff und steht hinsichtlich der von Kulturpflanzen aufgenommenen Menge an zweiter Stelle nach Stickstoff. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Feuchtigkeitsregulierung und dem Pflanzenstoffwechsel und ist damit für ein gesundes Wachstum unverzichtbar.

Bedeutung

Ein Kaliummangel begrenzt direkt das Wachstum und die Produktivität von Kulturpflanzen. Kalium verbessert:

  • Den Wasserhaushalt innerhalb der Pflanzenzellen
  • Die Enzymaktivierung für Stoffwechselprozesse
  • Die Stresstoleranz gegenüber Trockenheit, Frost und Krankheiten

Gras und Luzerne sind besonders kaliumreich und sehr empfindlich gegenüber seiner Verfügbarkeit. Mais und Nebenprodukte wie CCM, Pressschnitzel und Biertreber enthalten deutlich geringere Kaliumgehalte.

Kaliumgehalt in gängigen Futtermitteln

(Eurofins Agraranalytik Daten, 2009–2013)

Frisches GrasGrassilageMaissilageLuzerne
Durchschnitt34331129
Zielbereich25-3525-3510-1425-35

Herausforderungen bei der Kaliumverfügbarkeit

Kalium ist auswaschungsgefährdet, insbesondere auf leichteren Böden. Seine Verfügbarkeit nimmt in vielen Regionen ab aufgrund von:

  • Reduzierter Ausbringung von Wirtschaftsdünger (verschärfte Düngevorschriften)
  • Niedrigerem Kaliumgehalt in Wirtschaftsdünger

Zusätzlicher Düngung

Eine Ergänzung mit Kalium (in der Regel als K₂O, Kali) kann:

  • Den Ertrag und die Qualität der Kulturen steigern
  • Die Anfälligkeit gegenüber Trockenheit, Frost und Pilzinfektionen verringern
  • Die Haltbarkeit geernteter Kulturen verbessern

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