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DVE (Darm Verteerbaar Eiwit) ist das Maß für die Menge an Protein, die im Dünndarm verfügbar und verdaulich ist.
Dieses Protein stammt aus zwei Quellen:
Pansengeschütztes Futterprotein ist der Anteil des Futterproteins, der im Pansen nicht abgebaut wird, sondern als intaktes Protein den Pansen passiert und anschließend im Dünndarm verdaut wird.
DVE ist einer der wichtigsten Parameter in der Futterbewertung.
Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen DVE, Milchleistung und Milcheiweißproduktion.
Ein Mangel an DVE in der Ration begrenzt die Milchproduktion unmittelbar. Die Fütterung eines DVE-Überschusses kann die Milchproduktion anregen, jedoch nicht in allen Situationen.
Der DVE-Gehalt von Futtermitteln steht in engem Zusammenhang mit:
Proteinreiche Pflanzen wie Gras und Luzerne haben von Natur aus höhere DVE-Gehalte als Maissilage oder andere Getreidesilagen.
Trockenere Silage enthält oft höhere DVE-Gehalte, vor allem weil die Proteinbeständigkeit zunimmt. Darüber hinaus liefert trockene Silage den Pansenbakterien oft mehr Energie, wodurch eine höhere mikrobielle Proteinproduktion ermöglicht wird. Während der Konservierung wird weniger Zucker in Säuren umgewandelt, sodass mehr Zucker für die mikrobielle Proteinsynthese verfügbar bleibt.
Eine Grasnarbe in gutem Zustand kann ebenfalls zu einem höheren DVE-Gehalt im Raufutter beitragen. Gut bewirtschaftete Grasnarben mit wenigen Unkräutern zeigen im Allgemeinen eine bessere Stickstoffnutzung.
Im DVE/OEB-2007-System von CVB sind Berechnungsregeln für Parameter wie lösliches Rohprotein, NDF-Verdaulichkeit und Milchsäure definiert.
Eurofins Agraranalytik ist in der Lage, diese Parameter direkt zu messen und Schätzformeln durch direkte Analysen zu ersetzen. Auf der Grundlage dieser Messungen werden Proteinwerte gemäß dem DVE/OEB-2007-System berechnet.
Als Ergebnis dieser genaueren Bestimmung werden DVE+ und OEB+ angegeben.